Flüchtlinge in Walldorf

Unterkünfte und Belegung

Stand Juli 2017

Im letzten Jahr hat sich viel getan!

Nachdem – unfreiwillig und dem verpfuschten Bau der Containersiedlung geschuldet – im Januar fast alle „unsere“ Männer in andere Gemeinschaftsunterkünfte verlegt werden mussten, sind inzwischen ca. 160 Personen in die umgebaute GUK2 (Industriestraße) eingezogen. Dabei handelt es sich um Familien und alleinreisende Frauen.  Einige sind schon länger in Deutschland und  sprechen bereits ein bisschen deutsch. Diese neue Situation fordert von den Aktiven des Arbeitskreises Asyl  nochmals eine riesige Kraftanstrengung.

Die überwiegend weiblichen  Neuankömmlinge brauchen dringend Unterstützung bei der Eingliederung und Integration. Daneben fehlt fast alles, was man zum täglichen Leben benötigt.

Schön wäre es, wenn sich Menschen finden würden, die sogenannte „Willkommensspaziergänge“ in Walldorf leiten, bei denen sich die Flüchtlinge orientieren und wichtige Hotspots wie Ärzte, Rathaus, Schulen, Kindergärten etc. kennen lernen.

Weiterhin suchen wir Wohnungen für Flüchtlinge, wenn sie die  Gemeinschaftsunterkünfte verlassen müssen. Insbesondere für Kinder ist es wichtig, dass man sie nicht erneut aus ihrer gewohnten Umgebung reißt und auf  andere Gemeinden verteilt. Einige Flüchtlinge haben eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle in Aussicht , die sie von anderen Gemeinden schlecht oder nicht erreichen können.

Bitte überlegen Sie sich, ob Sie ein bisschen Zeit erübrigen können, für die Spaziergänge, für Sprachkurse, für Unterstützung bei Transporten etc.

Ganz herzlichen Dank!

 

 

Stand Juni 2016

Momentan (Juni 2016) wohnen in Walldorf etwa 400 Flüchtlinge in drei Unterkünften und in der Anschlussunterbringung.

Seit 2013 wohnen Flüchtlinge in Walldorf. Zuständig für die vorläufige Unterbringung ist der Rhein-Neckar-Kreis. Endet der Aufenthalt in der vorläufigen Unterbringung und finden die Menschen selbst keine Wohnung, ist die Stadt Walldorf für die Anschlussunterbringung zuständig.

In der seit 2013 bewohnten Gemeinschaftsunterkunft 1 (GUK1) im Walldorfer Industriegebiet ist Platz für etwa 50 Personen. Mehrere Personen teilen sich ein Zimmer. Alle Bewohner teilen sich 2 Küchen und 2 Duschen. Die GUK1 wurde zunächst mit Familien und Frauen belegt. Diese sind im Oktober 2015 ins Boarding House umgezogen. Nach Auszug der Familien wurde die GUK1 von etwa 50 Männern bezogen.

Im August 2015 sind etwa 200 weitere Flüchtlinge in Walldorf angekommen. In der Gemeinschaftsunterkunft 2 (GUK2 oder auch Camp), ebenfalls im Walldorfer Industriegebiet leben die Bewohner in einer großen Lagerhalle. Einzelne Parzellen sind durch mit Planen bespannte Bauzäune von einander abgetrennt. In jeder Parzelle wohnen 6 Menschen. Alle Bewohner teilen sich etwa 15 Toiletten und Duschen. Aufgrund der räumlichen Umstände ist die Halle nur mit Männern belegt. In den nachfolgenden Wochen sind nach und nach weitere Männer im Camp untergebracht worden, so dass insgesamt etwa 250 Männer hier wohnen.

Eindruck der Gemeinschaftsunterkunft 2
Eindruck der Gemeinschaftsunterkunft 2

Seit Oktober 2015 steht das Boarding House in der Walldorfer Innenstadt als dritte Unterkunft zu Verfügung. Die Familien aus der GUK1 und weitere Familien wohnen hier in mehreren, unterschiedlich großen Zimmern mit eigener Toilette und Dusche. Insgesamt wohnen etwa 75 Menschen im Boarding House.

Im Rahmen der Anschlussunterbringung leben etwa 45 Menschen in Walldorf.

Sich um alle diese Menschen zu kümmern ist unser Anliegen (siehe auch Über uns).

Statistik

Basierend auf Zahlen vom Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Walldorf. Stand 06/2016.

In den Unterkünften

Herkunftslaender 2016

Altersverteilung 2016

Geschlecht 2016

In der Anschlussunterbringung

Herkunftsland Anschlussunterbringung 2016
Altersverteilung Anschlussunterbringung 2016
Geschlecht Anschlussunterbringung 2016